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Katzen Verhalten deuten | Was will meine Katze mir sagen?

Katzen sind nicht immer leicht zu durchschauen. Wir zeigen dir, wie du ihre Bedürfnisse erkennst und so eure Bindung zueinander stärkst.

Nachdem wir uns in den letzten Blogbeiträgen der Serie einzelnen Körperregionen und Kommunikationsmitteln gewidmet haben, schauen wir heute noch einmal das große Ganze an, denn die facettenreiche Körpersprache von Katzen sollte immer als Ganzes betrachtet werden. Oft erkennt man nur durch die Kombination mehrerer Signale, was genau der Vierbeiner ausdrücken möchte.   

So deutest du das Verhalten deiner Katze richtig   

Auch wenn es nicht immer einfach ist, das Verhalten richtig einzuschätzen, möchten wir noch einmal einige grundlegende Stimmungen von Katzen und die wichtigsten Signale dazu zusammenfassen, die helfen, die jeweilige Stimmung zu erkennen. 

Ratgeber: Katzen VerhaltenEntspannt, glücklich und kontaktfreudig 

Ist eine Katze zufrieden mit sich und der Welt, ist die Entspannung daran zu erkennen, dass sie ausgestreckt oder mit untergeschlagenen Pfoten liegt und der Körper nicht angespannt ist. Sie hat den typischen Schlafzimmerblick und blinzelt bzw. hat die Augen halb geschlossen. Die Ohren sind nach vorne gerichtet oder bewegen sich leicht, wenn Geräusche wahrgenommen werden. Die Schnurrhaare sind seitwärts gefächert und der Schwanz liegt entspannt und ruhig ausgestreckt oder um den Körper. 

Ähnlich verhält sich die Körpersprache, wenn der Vierbeiner dich freundlich begrüßt. Jedoch ist dann unter Umständen der Schwanz hoch aufgerichtet mit einem kleinen Haken am Ende und es wird gemiaut, gegurrt und geschnurrt. 

Wenn der Vierbeiner uns seinen Bauch (also seine verletzlichste Seite) präsentiert, kann das eine entspannte Geste sein, allerdings sollte das nicht dazu einladen, den Bauch zu streicheln. Das mögen die meisten Katzen gar nicht. Auch können sie aus dieser Lage besonders gut attackieren, schützen so aber ihren Nacken vor Bissen. Hier muss man also zwingend die restliche Körpersprache beachten.   

Nervös und angespannt

Katzen sind Gewohnheitstiere und sensible Vertreter bringt schon Besuch oder ein neues Möbelstück völlig aus dem Konzept. Hier muss man genau beobachten, da dies die Vorstufe zu stressbedingtem Verhalten wie Harnmarkieren sein kann, wenn der stressende Faktor länger anhält. Leider ist im Gegensatz zu Angst Anspannung nicht immer ganz so offensichtlich.

Manche Katzen verstecken sich dann ganz einfach, was das Erkennen von Körpersprache schwierig macht. Allerdings schafft sich der Vierbeiner so auch Sicherheit, weshalb in jedem Katzen-Zuhause genug Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten vorhanden sein sollten. Wird das Verstecken zum Dauerzustand, solltest du allerdings aktiv werden.
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Eine angespannte Katze sitzt in Bauchlage oder etwas seitlich. Ist sie in Bewegung versucht sie meist, sich etwas kleiner zu machen, in dem sie den Körper hinten runterduckt. Die Augen sind weit geöffnet und die Pupillen teilweise erweitert. Die Ohren werden nach außen oder hinten gedreht oder sind nach vorne aufgestellt, wenn es um ein konkretes Objekt geht, was die Anspannung auslöst Eventuell wird viel gegähnt, was eine Übersprungshandlung darstellt. Die Schwanzspitze zuckt und im Laufen wird der Schwanz entweder senkrecht hochgestellt (ohne Knick) getragen oder hängt angespannt nach unten. Die Schnurrhaare befinden sich in Normalstellung oder nach vorne gerichtet. Auch bei der Aktivität gibt es mehrere Optionen: Manche Vierbeiner verhalten sich besonders ruhig, während andere besonders aktiv sind. 

Leider ist Anspannung nicht immer direkt zu erkennen. Anders sieht es aus, wenn diese in Angst übergeht.    

Unsicher und ängstlich 

Hier sind ein guter Indikator die Ohren. Je mehr diese nach hinten an den Kopf angelegt sind, desto größer ist die Angst und die Stufe zur Aggression ggf. nicht mehr weit. Die Katze versucht sich kleinzumachen und drückt sich auf den Boden. Die Pupillen sind erweitert und die Schnurrhaare sind entweder angelegt oder sehr breit aufgefächert. Ihren Schwanz hält die Katze nah am Körper oder schlägt damit. Manchmal versucht der Vierbeiner mit eingezogenem Kopf seitlich wegzugehen.  
 
Ein klagendes Miauen, Knurren oder Fauchen sind mitunter zu hören. 

Ist die Angst besonders stark und sehen sie keine Möglichkeit zur Flucht, frieren Katzen unter Umständen auch in ihrem zusammengekauerten Zustand mit weit aufgerissenen Augen ein. Die Atmung geht sehr schnell und Schnurrhaare und Ohren sind nach hinten angelegt. 

Was bedeutet Katzen Verhalten?Drohend oder gar aggressiv 

Hier ist oft ein fließender Übergang von der Angst zu beobachten, die je nach Situation in einen Angriff umschlägt. Die Katze versucht zunächst den Gegner einzuschüchtern. Dafür macht sie sich im Gegensatz zum defensiven Angstverhalten nicht klein, sondern besonders groß: Ein Katzenbuckel und aufgestellte Haare  sind ein typisches Zeichen.

Begleitet ist dieses Aggressionsverhalten von schlitzförmigen oder weit aufgerissenen Augen mit schlitzförmigen Pupillen, angelegten Ohren und Knurren, Fauchen oder Jaulen. Die Körperhaltung ist sehr angespannt und der Schwanz peitscht hin und her. Hier solltet ihr dem Vierbeiner dringend Freiraum zum Herunterkommen geben, sonst wird er angreifen. 

Was bedeutet Katzen VerhaltenSpielfreudig 

Kommen wir wieder zu etwas Schönem, nämlich der spielfreudigen Katze. Das ist tatsächlich je nach Katze ziemlich verschieden. Einige fangen plötzlich an wie wild durch die Wohnung zu rennen, andere kugeln sich auf dem Rtücken und eher schüchterne Exemplare angeln mit der Pfote (und eingezogenen Krallen) nach diversen Körperteilen ihres Menschen. Das kann aber auch heißen, dass man doch bitte gerne die nächste Mahlzeit hätte.  

Katzen Verhalten verstehenWerde zum Katzenflüsterer 

Natürlich ist lassen sich diese Sachen nicht starr wie eine Schablone auf jede Katze anwenden, denn dafür sind die Vierbeiner im Charakter viel zu unterschiedlich. Manch eine Katze entwickelt auch ganz eigene Strategien, wenn sie zum Beispiel ihren Lieblingsmenschen begrüßt oder etwas haben möchte.

Und auch, wenn man in der Deutung nicht immer ganz richtig liegen mag, bekommt man so mit der Zeit ein Gespür dafür, was der Vierbeiner will. Auch Veränderungen im Verhalten nimmt man besser wahr, die natürlich auch tagesformabhängig sind, aber auch darauf hindeuten können, dass es dem Vierbeiner mal nicht so gut geht.


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