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Katzenerziehung - wie lernt meine Katze?

In ihrem Buch “Katzenkinderkarten” gibt Verhaltensexpertin und Tierärztin Sabine Schroll Tipps, wie es mit der Katzenerziehung doch noch klappt. Dass unsere Vierbeiner sehr neugierig und lernbegierig sind, steht außer Frage. Doch wie lernen Katzen?

In 3 weiteren Beiträgen geben wir euch mehr Einblicke in Sabine Schroll’s Katzenkindergarten:

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Katzenerziehung - Jede Katze lernt unterschiedlich

Wie auch bei uns Menschen gibt es bei Katzen viele Aspekte, die das Lernverhalten und die Lernfähigkeit beeinflussen.

Nicht jede Katze lässt sich mit einem Leckerli locken oder ist an ausdauernden Jagdspielen interessiert. Einige lernen sehr schnell, andere dafür etwas langsamer, weil sie vielleicht einfach ein bisschen fauler sind.

Äußere Einflüsse spielen hierbei eine ebenso große Rolle wie das genetische Erbe von Eltern und Großeltern. Beides beeinflusst die Persönlichkeit und somit das individuelle Lernverhalten.

Aber auch die Charaktereigenschaften der unterschiedlichen Rassen dürfen nicht vernachlässigt werden.

Wichtig für die Persönlichkeitsentfaltung sind natürlich auch die ersten Lebenswochen sowie das, was dem Nachwuchs durch die Mutter und durch uns Menschen beigebracht wird.

Katzen werden von ihren Müttern erzogen

Katzenerziehung beginnt schon vor der Geburt

Bereits im Mutterleib wirken auf die Katzenbabys äußere Einflüsse. Führt die Katzenmutter ein sehr entspanntes, stressfreies Leben, prägt das den Nachwuchs anders, als wenn die Mutter großem Stress ausgesetzt ist.

Nach der Geburt der Kitten geht die Prägung durch äußere Einflüsse weiter und bestimmt das komplette Leben der Katze. Kitten, die halb wild und ohne innigen Kontakt zum Menschen auf Bauernhöfen aufgewachsen sind, kommen deswegen überhaupt nicht damit zurechtkommen, wenn sie zu einer Familie in eine Wohnung ohne Freigang umziehen.

Katzenerziehung in der Sozialisationsphase

Gerade in der sensiblen Prägungs- und Sozialisationsphase der ersten Lebenswochen werden die Weichen für das restliche Leben gestellt. Komplett neu stellen lassen diese sich bei erwachsenen Katzen nur schwer oder gar nicht.

Steht also schon fest, dass das Katzenkind später in einer Familie leben soll, ist es wichtig, möglichst viel Kontakt und positive Erfahrungen mit Menschen zu vermitteln. Ist diesbezüglich schon ein Grundvertrauen vorhanden, wirkt sich das positiv auf das Stresslevel aus.

Das erleichtert nicht nur den Umzug, sondern schafft eine gute Basis für ein enges Zusammenleben, in dem die Katze begeistert und gerne mit ihren Menschen lernt und lebt.

Die richtige Katze wählen

Bei der Wahl des zukünftigen vierbeinigen Freundes sollte darauf geachtet werden, ob die Katze zu einem passt.

Wichtig sind Offenheit und Freundlichkeit gegenüber uns Menschen. Auch wenn nicht jedes Kitten gleich sehr selbstbewusst auf uns zurennt, sollte es trotzdem nicht in einen Verteidigungsmodus verfallen, sobald ihr Kontakt zu ihm aufnehmt.

Selbiges gilt auch für erwachsene Katzen aus dem Tierheim. Natürlich spricht nichts dagegen, einer nicht so gut sozialisierten Katze ein Zuhause zu geben. Die Chance ist dann allerdings recht groß, dass der Vierbeiner nicht zu einem verschmusten Kuschelkätzchen wird.

Katzenerziehung - Ein Praxistipp

Eine Übung, um herauszufinden, ob das von euch ausgewählte Kitten mit Menschen kompatibel ist, ist die Fixierung an der Nackenfalte.

Hierbei nehmt ihr das Katzenkind mit zwei oder drei Fingern in der Nackenfalte und hebt es so ein wenig an. Diesen Griff nutzt die Katzenmutter zum Transport.

Hat das Katzenkind gelernt, Menschen zu vertrauen, wird es sich den Nackengriff auch von euch gefallen lassen.

Reagiert die Katze mit Gegenwehr, stehen die Chancen hoch, dass nur mit viel Erziehungsarbeit ein entspanntes Zusammenleben möglich sein wird.

Zu Teil 3: Katzen beschäftigen - keine Langeweile für Stubentiger

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Sabine SchrollDie Beitragsserie entstand in Zusammenarbeit mit Sabine Schroll, Tierärztin mit Spezialisierung auf Verhaltensmedizin, arbeitet in einer reinen Katzenpraxis in Österreich.

Zum Buch “Katzenkindergarten

Foto: Sabine Schroll



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